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So schafft ihr mit Rollen klare Verantwortlichkeiten im Team
So schafft ihr mit Rollen klare Verantwortlichkeiten im Team

So schafft ihr mit Rollen klare Verantwortlichkeiten im Team

Rollen sind kleine Verantwortlichkeitspakete, die euch ermöglichen, Verantwortung im Team kompetenzbasiert zu verteilen und transparent zu machen. Das ändert alles. Probier es aus!
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In diesem Lernpfad lernst du, …
  • Wie das Arbeiten mit Rollen dabei hilft, Verantwortung klar zu verteilen und transparent zu machen
  • Wie eine Rolle aufgebaut ist (Name, Zweck, Verantwortlichkeiten, Domänen)
  • Welche Standardrollen in den meisten Teams vorhanden sein sollten
  • Wie du neue Rollen schaffst, besetzt und euer Rollenbild anpasst
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Templates

Templates in diesem Lernpfad:

  • Rollen-Board
  • R&R-Meeting
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Inhaltsübersicht
  • Input
  • Das ist rollenbasiertes Arbeiten und darum ist es wichtig
  • So ist eine Rolle aufgebaut
  • Diese Standard-Rollen braucht (fast) jedes Team
  • Umsetzung
  • So entwickelt ihr euer eigenes Rollenbild
  • So besetzt ihr Rollen
  • Das Rollenbild kontinuierlich verändern
  • Das Rollen-und-Regel-Meeting (R&R)
  • Agenda

Input

Das ist rollenbasiertes Arbeiten und darum ist es wichtig

Das Wort "Rolle" ist in diesem Baukasten sehr präsent. In vielen Organisationsmodellen werden Rollen verwendet, um Verantwortung klar abzugrenzen und Menschen bestimmten Bereichen zuzuordnen.

Im Organisations-Framework Holacracy sind Rollen beispielsweise sinnhafte Cluster von Verantwortlichkeiten, die kontinuierlich verändert und erweitert werden.

Eine Rolle besteht im einfachsten Fall aus einem Namen, einem Zweck und mindestens einer Verantwortlichkeit, also einer wiederkehrenden Handlung, die in dieser Rolle ausgeführt wird (z.B. „Kehrt den Hof!“, „Stellt Arbeitszeugnisse aus!“)

Rollen unterscheiden sich in mehreren Punkten von Positionen:

🎩

Position

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Eine Position ist starr. Ein Unternehmen schreibt sie aus und sucht nach einer geeigneten Person, die diese Position übernimmt.

Eine Position ist breit angelegt. Sie umfasst in der Regel 40 Stunden und enthält einen langen Anforderungskatalog, den der*die Mitarbeiter*in erfüllen muss.

In traditionellen Organisationen hat jede Person genau eine Position inne, die es in Vollzeit auszufüllen gilt.

Wenn eine neue Aufgabe entsteht, braucht es dafür eine neue Position, die mit einem*einer neuen Mitarbeiter*in besetzt wird.

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Rolle
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Eine Rolle ist flexibel. Sie wird erst dann geschaffen und besetzt, wenn ein Bedarf besteht. Und jederzeit wieder abgeschafft, wenn der Bedarf erfüllt ist.

Eine Rolle ist präzise und passt sich dem Bedarf an. Sie kann entweder 20 Stunden pro Woche oder nur 2 Stunden pro Woche einnehmen.

Im Rollenmodell übernehmen Mitarbeiter*innen gleichzeitig mehrere Rollen. Je nach Priorität erfüllen sie ihre verschiedenen Rollen in unterschiedlichem Maße.

In einer Rollenorganisation geht es nicht darum, Hierarchien abzuschaffen. Hierarchien entstehen automatisch, wenn Menschen miteinander interagieren.

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Beispiel: Implizite Hierarchie

Wenn eine Person schon fünf Jahre in einem Team ist und eine andere Person neu dazukommt, ordnet sich die neuere Person häufig der erfahreneren unter. Es bildet sich eine implizite, also nicht formal geregelte Hierarchie.

Stattdessen geht es darum, Hierarchie bewusst zu gestalten – so, dass sie dem Team oder der Organisation nützt. Wir halten es für erstrebenswert, dass immer die Person entscheidet, die in dem Bereich am kompetentesten ist. Das nennt sich Kompetenzhierarchie.

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So ist eine Rolle aufgebaut

Jede Rolle besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Ein Name, der die Rolle entweder möglichst gut beschreibt oder oder dem*r Rolleninhaber*in Freude bereitet
  • Ein Zweck, der sagt, warum das Team oder die Organisation die Rolle braucht → Wenn es schwierig ist, einen klaren Zweck für die Rolle zu formulieren, könnte das darauf hinweisen, dass die Rolle noch nicht optimal definiert ist.
  • Eine oder mehrere Verantwortlichkeiten, also wiederkehrende Tätigkeiten, die diese Rolle ausführt → Verantwortlichkeiten werden mit aktiven Verben formuliert (z.B. „moderiert Team-Meetings“, „erstellt monatliche Finanzauswertung“, „schreibt Rohtext für Abschlussberichte“).
  • [optional] Einer oder mehrere Domänen, die Verantwortungsbereiche angeben, über die die Rolle die Kontrolle hat
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Rolle: [Name der Rolle]

Zweck: [Warum braucht das Team oder die Organisation die Rolle?]

Verantwortlichkeiten:

  • [Dafür ist diese Rolle verantwortlich]
  • [Dafür ist diese Rolle verantwortlich]
  • [Dafür ist diese Rolle verantwortlich]
  • [Dafür ist diese Rolle verantwortlich]
  • [Dafür ist diese Rolle verantwortlich]

Domänen:

  • [Diese Domäne liegt in der Rolle]
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Das hat uns bei Neue Narrative geholfen

Bei Neue Narrative verzichten wir auf Domänen. Wir sehen Rollen nicht als Begrenzung von Zuständigkeitsbereichen, sondern als Mittel, um Arbeit transparent zu machen.

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Diese Standard-Rollen braucht (fast) jedes Team

Teams in einer Rollenorganisation können sich grundsätzlich frei entwickeln. Rollen entstehen dort, wo sie benötigt werden, und werden bei Bedarf angepasst, neu vergeben oder abgeschafft. Gleichzeitig gibt es Standard-Rollen, die nahezu jedes Team besser machen.

Das sind die drei wichtigsten:

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Umsetzung

„Umsetzung“ ist ein großes Wort, wenn es um die Arbeit an den eigenen Strukturen und Verantwortlichkeiten geht. In vielen Organisationen wird gerne viel geredet, doch wenig getan. Beim rollenbasierten Arbeiten ist das anders: Das Rollenbild, also das Rollengefüge jeder Person, des Teams oder der ganzen Organisation, kann kontinuierlich angepasst werden.

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So hilft euch das Rollenbild, wenn ihr gerade erst begonnen habt

Folgendes Szenario: Vor fünf Wochen habt ihr euer gemeinsames Projekt gestartet. Bei der Zusammenarbeit an den Inhalten habt ihr bereits bestimmte Aufgaben aufgeteilt. Das Rollenbild hilft euch dabei, die Aufgabenverteilung klar und transparent zu gestalten. Es sorgt dafür, dass jeder seine Verantwortlichkeiten kennt und ermöglicht eine flexible Gestaltung. Dadurch könnt ihr Konflikte und Verantwortungslücken unwahrscheinlicher machen.

So entwickelt ihr euer eigenes Rollenbild

Die folgende Übung hilft euch dabei, ein erstes Rollenbild im Team zu entwickeln.

Das RollenbildDas Rollenbild
Das Rollenbild

Alle im Team haben klare, gut abgetrennte Verantwortlichkeiten, die in Rollen transparent gemacht sind.

◎ Org-Entwicklung♙ Team⚭ Rollen
☆ Basic

Unten findest du ein Rollen-Board mit mehr als 20 nützlichen Rollenvorlagen für (Medien-)Organisationen. Die Rollen liegen jeweils in bestimmten Kreisen bzw. Teams. Unser Traum ist, dass du das Rollen-Board adaptierst und es als Grundlage für dein eigenes Projekt nutzt. Es enthält zumindest die allerwichtigsten Rollen für eine funktionierende Medienorganisation.

🖋 Content-Kreis
Kreis-LeadKreis-Lead
Kreis-Lead
Martin Wiens
Standardrolle
FacilitatorFacilitator
Facilitator
Martin Wiens
Standardrolle
Transparenzmeister*in
Transparenzmeister*in
Taraneh Taheri
Standardrolle
Product Owner
Product Owner
Sebastian Klein
Process Owner
Process Owner
Taraneh Taheri
Autor*in
Autor*in
Emma Marx
Sparring
Sparring
Taraneh Taheri
Lektorat
Lektorat
Taraneh Taheri
Fact-Checking
Fact-Checking
Emma Marx
VielfaltsperspektivenVielfaltsperspektiven
Vielfaltsperspektiven
Emma Marx
Sound Policy-Check
Sound Policy-Check
Sebastian Klein
🚿 Marketing-Kreis
Kreis-LeadKreis-Lead
Kreis-Lead
Martin Wiens
Standardrolle
FacilitatorFacilitator
Facilitator
Martin Wiens
Standardrolle
Transparenzmeister*in
Transparenzmeister*in
Martin Wiens
Standardrolle
Mail-Koordination
Mail-Koordination
Social Media
Social Media
Taraneh Taheri
💻 Produkte-Kreis
Product Owner
Product Owner
⭕️ Übergeordneter Kreis
Strategie-Facilitator
Strategie-Facilitator
Martin Wiens
Key-Result-Owner
Key-Result-Owner
Martin Wiens
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Du findest das Rollen-Board als Vorlage im Template-Bereich. Übertrage es jetzt in deine eigene Arbeitsumgebung, füge neue Rollen hinzu und lösche die Rollen raus, die du nicht brauchst.
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Im Video führt dich Martin Schritt für Schritt durch das Rollen-Board:
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So besetzt ihr Rollen

Gerade kleine Teams, die eng zusammenarbeiten, haben häufig schon implizit eine hohe Klarheit über die Verantwortlichkeiten der einzelnen Team-Mitglieder. 9 von 10 Rollen vergeben sich quasi von alleine.

Die folgende Übung ist für die zehnte Rolle, bei der weniger Klarheit über die Besetzung herrscht. Damit diese Rolle nicht automatisch an die Person geht, die am lautesten schreit, gibt es den Rollenwahlprozess. Der fühlt sich zu Beginn ziemlich unnatürlich an – je mehr Übung ihr habt, desto leichter wird er euch fallen.

RollenwahlprozessRollenwahlprozess
Rollenwahlprozess

Ihr besetzt Rollen kompetenzbasiert im Team und drückt dabei Wertschätzung aus

◎ Org-Entwicklung♙ Team⚭ Rollen
★ Fortgeschritten
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Das Rollenbild kontinuierlich verändern

An dieser Stelle seid ihr schon ziemlich weit gekommen:

  • Ihr habt eine Basis an Rollen identifiziert, die ihr für euer Weiterkommen braucht.
  • Ihr habt diese Rollen definiert und kompetenzbasiert vergeben.
  • Ihr habt die Rollen in einem gemeinsamen Board transparent gemacht.

Damit seid ihr in Sachen Klarheit und Verantwortungsverteilung schon weiter als die allermeisten anderen Organisationen, die wir kennen. Jetzt geht es noch darum, die eigentliche Wucht des rollenbasierten Arbeitens freizuschalten, indem ihr das Rollenbild fluide haltet und es immer wieder der neuen Realität eures organisationalen Lebens anpasst.

Dabei hilft ein Regel-Meeting, das du online unter dem Namen „Governance-Meeting“ findest. Wir nennen es in diesem Baukasten Rollen-und-Regel-Meeting (R&R). Das klingt nach mehr Leichtigkeit – und Rollenarbeit soll leichtfüßig sein.

Das Rollen-und-Regel-Meeting (R&R)

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Im Video führt dich Martin Schritt für Schritt durch das Rollen-und-Regel-Meeting:
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Warum braucht es dieses Meeting? Wir arbeiten gemeinsam an unserer Struktur, bspw. indem wir Rollen verändern, neue Rollen schaffen oder Regeln einführen.
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Teilnehmer*innen: [Vorname], [Vorname], [Vorname], [Vorname], [Vorname]

Agenda

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Check-in: z.B. Welches ist gerade eine Lieblingsrolle?
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Spannungen sammeln und priorisieren

Alle Teilnehmer*innen tragen ihre Spannungen in die Liste ein und geben an, wie stark die Spannung ist (Skala 1-10)

Name
Inhaber*in
Beschreibung
Stärke (1-10)
Mein Änderungsvorschlag
Typ
Das ist eine Spannung
Martin Wiens

Hier steht eine kurze Beschreibung der Spannung

8

Hier steht ein Vorschlag, wie sich die Spannung auflösen ließe

Rolle
Das ist eine Spannung
Martin Wiens

Hier steht eine kurze Beschreibung der Spannung

8

Hier steht ein Vorschlag, wie sich die Spannung auflösen ließe

Rolle
Das ist eine Spannung
Martin Wiens

Hier steht eine kurze Beschreibung der Spannung

8

Hier steht ein Vorschlag, wie sich die Spannung auflösen ließe

Rolle

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Spannungen bearbeiten

Startet mit der stärksten Spannung und arbeitet auch zu den schwächeren Spannung voran. Haltet euch an den folgenden Prozess:

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Spannung und Vorschlag vorstellen Der*die Inhaber*in stellt die Spannung und den Veränderungsvorschlag vor
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Verständnisfragen klären Alle Teilnehmer*innen können Verständnisfragen stellen. Keine Anmerkungen, nur echte Fragen!
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Reaktionsrunde Reihum reagieren die Teilnehmer*innen auf den Entwurf und machen Vorschläge, wie er noch besser werden könnte. Es ist voll okay zu sagen: „Keine Reaktion“.
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Vorschlag anpassen Der*die Inhaber*in kann den eigenen Vorschlag nun anpassen. Er*sie kann ihn aber auch genauso lassen, wie er war.
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Sicherheitsabfrage Ist der Vorschlag sicher genug, um mit ihm loszulaufen? Das ist die Frage in dieser Einwandrunde. Der Vorschlag muss dafür nicht perfekt sein, er sollte aber nicht die Sicherheit des Teams oder der Organisation gefährden.
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Der Vorschlag ist angenommen Tragt die Änderung direkt in eurem Rollen-Board ein. Keine Sorge, sie ist nicht für immer. Wenn sie nicht funktioniert, könnt ihr sie im nächsten R&R-Meeting wieder rückgängig machen.
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Check-out [Hier steht eine Check-out-Frage]
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Du findest das R&R-Meeting als Vorlage im Template-Bereich. Es liegt als eigener Meeting-Typ im Reiter „Meeting-Struktur“.
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Kurz vor Abschluss dieses Lernpfads möchten wir dir noch ein Format empfehlen, das wir lieben. Es hilft dir, deine aktuellen Rollen regelmäßig in den Blick zu nehmen und dich zu fragen, wie gut sie gerade zu deinen persönlichen Interessen und den Zielen der Organisation passen.

Rollen-ReviewRollen-Review
Rollen-Review

Du weißt, wie gut deine aktuellen Rollen zu dir und den Zielen der Organisation passen.

◎ Org-Entwicklung♙ Team⚭ Rollen
★ Fortgeschritten

Wenn dabei Änderungswünsche an deinem Rollenbild herauspurzeln, weißt du jetzt, wie du sie umsetzt. Glückwunsch dazu!

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