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Content-Vielfalts-Check
Content-Vielfalts-Check

Content-Vielfalts-Check

Um die Perspektivenvielfalt in euren Inhalten zu checken, geht ihr folgendermaßen vor:

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Ziele formulieren

Im ersten Schritt legt ihr die Ziele fest, die ihr im Rahmen eurer Vielfaltszählung verfolgt. Ein Anhaltspunkt kann diese Liste mit Perspektiven sein, die in Medien häufig zu kurz kommen.

Bei Neue Narrative übernehmen wir die Quoten, die wir für unser Recruiting im Team anwenden, auch für die Vielfaltszählung. Die gewählten Prozentpunkte entsprechen der aktuellen gesellschaftlichen Verteilung in Deutschland. Schließlich wollen wir eine Gesellschaft abbilden, die möglichst viel mit der Realität zu tun hat.

Folgende Ziele verfolgen wir:

  • Mindestens 60% der Mitarbeiter*innen identifizieren sich als FLINTA*.
  • Mindestens 25% der Mitarbeiter*innen sind Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte und/ oder identifizieren sich als BIPoC.
  • Mindestens 7% der Mitarbeiter*innen sind Menschen mit chronischer Krankheit.
  • Mindestens 9% der Mitarbeiter*innen sind Menschen mit Behinderung.
  • Mindestens 48% der Mitarbeiter*innen sind Nichtakademiker*innenkinder.
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Akteursgruppen festlegen

Die BBC zählt in ihren Videos einfach alle Akteure, die auftauchen und im Wirkkreis der Redaktion liegen, z.B. in Nachrichtensendungen nicht den Bundeskanzler, der eine Rede hält, die Wissenschaftler*in, die für einen Kommentar zur Finanzlage eingeladen wurde, allerdings schon. Wenn ihr so vorgehen wollt, dann zählt im ersten Schritt einfach die Gesamtzahl aller Akteure in euren Inhalten. Wichtig nochmal: Es geht um Akteure, die sich kontrollieren lassen.

Wir legen zusätzlich noch bestimmte Akteursgruppen fest, die bei uns besonders oft vorkommen, um besser nächste Schritte ableiten zu können: An welcher Stelle sind eigentlich zu wenig Frauen im Team? Uns interessieren konkret die Akteursgruppen ,Autor*innen‘ und ,Illustrator*innen‘. Wenn wir das getrennt erfassen, können wir nächstes Mal auch nicht an der richtigen Stelle ansetzen, um die Vielfältigkeit der Akteure zu erhöhen.

Welche unterschiedlichen Akteursgruppen für euch Sinn ergeben, wisst ihr selbst besser. Wir schlagen aber vor, für den Anfang nicht mehr als drei Akteursgruppen auszumachen. Beispiele für Akteursgrupppen sind:

  • Autor*innen
  • Illustrator*innen
  • Protagonist*innen
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Perspektiven zählen

Jetzt wird gezählt. Das könnt ihr entweder pro Ausgabe machen, wenn ihr wie Neue Narrative ein Magazin herausbringt. Bei weniger festen Zyklen könnt ihr bspw. ein Mal pro Monat nachzählen.

Geht jede Akteursgruppe durch und zählt pro Perspektive, die ihr festgelegt habt, die Vertreter*innen. Am besten geht das tatsächlich mit einer Strichliste.

Es werden also zum Beispiel drei verschiedene Zählungen durchgeführt:

  1. Autor*innen: Wie viele unter ihnen sind FLINTA*, wie viele BIPoC, wie viele haben eine Behinderung oder chronische Erkrankung, viel viele sind Nichtakademiker*innenkinder?
  2. Illustrator*innen: Wie viele unter ihnen sind FLINTA*, wie viele BIPoC, wie viele haben eine Behinderung oder chronische Erkrankung, viel viele sind Nichtakademiker*innenkinder?
  3. Protagonist*innen: Wie viele unter ihnen sind FLINTA*, wie viele BIPoC, wie viele haben eine Behinderung oder chronische Erkrankung, viel viele sind Nichtakademiker*innenkinder?

🔎 In den Zählungen unten zeigt ein Ampelsystem auf einen Blick, ob wir die Quote erfüllen (🟢), nicht erfüllen (🔴) oder fast erfüllen (🟠, max. 5% Differenz) – das dient einer Einordnung auf den ersten Blick. Fragezeichen markieren die Stellen, an denen wir (noch) keine Informationen haben.

Gesamtanzahl
FLINTA*
(familiäre) Migrationsgeschichte oder BIPoC
chronische Erkrankung
Behinderung
(familiäre) nichtakademische Berufe und Lebensrealitäten
Zielquote
🟢 60%
🟢 25%
🟢 7%
🟢 10%
🟢 48%
Autor*innen
14
🟠 8 (57%)
🔴 2 (14%)
🟢 3 (21%)
🔴 0 (0%)
🔴 0 (0%)
Illustrator*innen
17
🟢 11 (65%)
🟠 4 (23%)
🟢 2 (11%)
❓
❓
Protagonist*innen
23
🔴 12 (52%)
🟢 7 (30%)
❓
❓
❓
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Zählen, was kontrollierbar ist

Wir zählen keine Personen, die für Beispiele wichtig sind oder die z.B. relevante Bücher geschrieben haben. (Im Nachrichtenjournalismus würden auch der Kanzler oder die einzige Augenzeugin eines Bombenanschlags nicht gezählt werden.)

Ein*e Expert*in und ein Protagonist*in werden hingegen gezählt. Wenn eine mitwirkende Person mehrmals in einer Reportage oder einem Artikel erscheint, wird sie nur einmal gezählt. Kurz gesagt: wer gezählt wird, zählt nur einmal.

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Zahlen transparent machen

Macht im letzten Schritt die Ergebnisse für alle im Team transparent. Die Rolle Vielfaltsperspektiven leitet aus den Ergebnissen zudem konkrete Maßnahmen ab, um zukünftig für eine bessere Erfüllung der Quoten zu sorgen.

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Das Projekt Mediendiversität hat uns hier inspiriert und das 50:50 Projekt sehr gut aufbereitet. Hier erfährst du mehr.

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